Der plötzliche Tod des Kingsley E.

Ein junger Mann mit Familie in Wien soll in der Haft zu Tode geprügelt worden sein. Der Gerichtsmediziner erzählt allerdings eine andere Geschichte

Politik | Protokoll: Florian Klenk | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Ein Gerücht kreist in den sozialen Netzwerken der Wiener afrikanischen Gemeinde. In der Justizanstalt Josefstadt sei ein Mann namens Kingsley E., ein Landarbeiter aus Nigeria, bei der Festnahme möglicherweise so massiv misshandelt worden, dass er starb. Der 27 Jahre alte Vater einer österreichischen Tochter sei bei einer Razzia auf der Straße verhaftet und mit schweren Verletzungen ins Spital überstellt worden. Einige Tage nach dem Vorfall habe sich seine junge Ehefrau, eine Wienerin, vom Toten auf der Gerichtsmedizin verabschieden dürfen - und sei erschrocken, angesichts der Verletzungen im Gesicht des Leichnams. Ihre Tochter sei nun Halbwaise. Das Internetmedium Globalreporter News sprach mit E.s Frau und stellte wichtige Fragen. War es ein rassistischer Mord? Was ist am 23. Juni wirklich passiert?

Der Falter konnte Einsicht in interne Justizakten nehmen, sie dokumentieren keine Misshandlung, sondern den Tod eines Menschen, der zuviel Risiko einging.

Begonnen hatte alles am 22. Juni


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