IT-Kolumne

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Anna Goldenberg
Medien | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Vor rund zwei Wochen beschloss der oberste US-Gerichtshof, gleichgeschlechtliche Ehen in den gesamten Vereinigten Staaten zu legalisieren. In den darauffolgenden Tagen verliehen 26 Millionen Facebook-Benutzer ihrer Freude über diese wichtige Errungenschaft Ausdruck, indem sie ihr Profilbild mit einem regenbogenfarbenen Überzug ausstatteten.

Als ich mich an meinem bunten Newsfeed sattgesehen hatte, begann ich mich zu fragen: Ist das eigentlich ein Zeichen von Solidarität, Konformität oder Aktivismus? Ein bisserl von allem, lernte ich. Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigt, dass das geänderte Profilbild (damals ging es um ein pinkes Gleichheitszeichen für gleichgeschlechtliche Ehen) durchaus einen Einfluss auf das Verhalten anderer hat: Je mehr Freunde ihren Avatar ändern, desto eher tut man es selbst. Wer also etwas verändern will, so scheint es, muss sich mit seiner Regierung auf Facebook befreunden.


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