Grenzgänge statt Brauchtumspflege

Von Marokko über das Zillertal bis nach Estland: Das österreichische Quintett Alma lädt zum musikalischen Reiseabenteuer

Porträt: Miriam Damev | Feuilleton | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Das Foyer vor dem Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins ist an diesem Maiabend bis ins letzte Eck gefüllt. Hochdeutsch spricht hier kaum wer, dafür hört man viel oberösterreichischen und niederösterreichischen Dialekt, gelegentlich auch Südtirolerisch.

Auf der Bühne stehen ein Flügel, Boxen, Verstärker und fünf Mikrofone, auf dem Boden liegt ein Kontrabass, dazwischen wurden drei Geigen und eine Harmonika platziert. Nachdem das Publikum endlich Platz genommen hat, wird das Licht im Saal gedämpft. Alma kommen auf die Bühne, greifen sich die Instrumente und spielen eine Melodie, die an einen Ländler erinnert, dabei aber unerhört neu und frisch klingt.

Das österreichische Quintett präsentiert sein zweites Album, "Transalpin", die Lieder darauf heißen "Walpurgi","Bächlein helle" oder "Tschum Tschum". In ihnen durchwandern Alma die alpenländische Volksmusik, wobei sich die Melodien nicht auf bestimmten Punkten der Landkarte verorten lassen. Zu eng gewordene Traditionen werden

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