Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Sommergrätzel Nr. 1: Napoleonwald, Reihenhäuslers Paradies


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Eine seltsame Gegend hier. Der Lainzerbach, der aus dem Lainzer Tiergarten kommt, einen malerischen Teich bildet und dann durch ein bewaldetes Tal das Grätzel durchfließt, die Hermesstraße und die Gemeindebausiedlung Hermeswiese aus den 1920er-Jahren sind eigentlich die einzigen Konstanten. Der Rest ist ein Labyrinth aus kleinen bis winzigen Gasserln, die sich zwischen unendlich vielen Kleingärten und deren Häuschen erstrecken, gefühltermaßen jedes dritte wird gerade aufwendig saniert. Und auch interessant: Es gibt bis auf zwei Supermärkte quasi keine Infrastruktur, nichts Kleines, keine Konditorei, kein Eisgeschäft, eine wunderschöne Fleischhauerei in der Dr.-Schober-Straße scheint lange zu, kein Obstverkauf, keine Hobby-Imker. Eigenartig.

Birneneis und Steinbutt

Hilfe beim Überleben leisten offenbar ein paar Lokale an der Speisinger Straße, etwa das Eisgeschäft L'île glacée, 26 Sorten quer durch die Bank, nicht weiter außergewöhnlich, immerhin ein zart-aromatisches Birneneis,

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