Und jetzt, Griechenland? 11 Fragen, 11 Antworten

Auch nach dem Nein der Griechen zum EU-Sparkurs bleiben viele Fragen unbeantwortet. Die Fakten jenseits ideologischer Mythenbildung

Politik | Nina Horaczek, Josef Redl | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015


Foto: EPA/Kay Nietfeld

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1 Worüber haben die Griechen genau abgestimmt?

Der Wortlaut der Volksbefragung war ziemlich kryptisch: „Soll der Vorschlag der drei Institutionen vom 25. Juni, der aus zwei Teilen besteht, akzeptiert werden?“, stand auf dem Abstimmungszettel und darunter zuerst das „Nein“ und dann das „Ja“. Mit den „drei Institutionen“ waren Europäische Zentralbank, Internationaler Währungsfonds und EU-Kommission gemeint. Es ging aber gar nicht darum, ob die Griechen einen konkreten Vorschlag der EU annehmen oder ablehnen. Tatsächlich hatte dieses Referendum vor allem einen Zweck: Premier Tsipras den Rücken zu stärken und der EU klarzumachen, dass die Griechen den konfrontativen Kurs ihres sozialistischen Premierministers mittragen – mit allen Konsequenzen.


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