TOTAL AUSGENUTZT

Die Stadt Wien bastelt gerade an einer Agentur für Zwischennutzung, denn von Pop-up-Stores und Co-Working-Spaces haben alle was - heißt es zumindest. Was ist dran am Zwischennutzungshype?

Objektvermittlung: Johanna Lindner | Stadtleben | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Von außen ein schmuckloser 70er-Jahre-Ziegel, drinnen Hipsterschaltzentrale, auf sieben Stockwerke verteilt: im Erdgeschoß ein großer Gemeinschaftsraum inklusive Café mit der kreativbranchenüblichen Möblierung aus zusammengewürfelten Gebrauchtmöbeln, plus Hirschgeweih an der Wand. Eine Doit-yourself-Fahrradwerkstatt, ein Hof mit Garten, Räume für Workshops, Ausstellungen oder Pop-up-Stores. Das Packhaus in der Marxergasse im dritten Bezirk lässt seine Mieter selbst die dunkel furnierten Türen, die blaugrauen Spannteppichböden und die schmutzigweißen Steckdosenleisten vergessen, die in den Studios an die Bürovergangenheit des Gebäudes erinnern.

Jahrelang stand das ehemalige Bundesrechenzentrum mit den verspiegelten Fenstern leer, seit April vergangenen Jahres ist das anders: Der Immobilieninvestor Conwert plant eine Rundumsanierung, doch bis es so weit ist, hat man die fast 3000 Quadratmeter großen Räumlichkeiten dem Verein Paradocks überlassen. Der vermittelt die einzelnen

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