Fohlen wird nichts befohlen

Der Nachwuchs der Spanischen Hofreitschule galoppiert derzeit durch den Wiener Burggarten, zur Gaudi der Touristen

Feuilleton | Reportage: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Ein heftiger Wind jagt die hellgrauen Wolken über den Himmel und die Blätter durch den Wiener Burggarten. Schwüle drückt auf Mensch und Tier.

Zwei Fohlen und ihre Mütter aus dem Lipizzaner-Gestüt im steirischen Piber bekommen für vier Wochen eine Stunde pro Tag Auslauf auf der Wiese vor dem Palmenhaus - und die Touristen damit eine imperiale Attraktion mehr.

Bereits zum neunten Mal findet "Piber meets Vienna", eine Zusammenarbeit zwischen der Spanischen Hofreitschule, dem Gestüt Piber und den Bundesgärten, statt. Wenn die weißen Lipizzaner-Hengste in den Sommerferien sind, lassen sich ihre noch dunkel behaarten Nachkommen in der Wiener Innenstadt bestaunen.

Zwei Fohlen - eine Stute und ein Hengst, grau-braun und ganz braun, im April geboren, jeweils um 23.40 Uhr - gewöhnen sich, eng an ihre Mütter oder Pfleger geschmiegt, an die Blicke der Öffentlichkeit. Noch sind recht wenige Besucherinnen und Besucher an die Absperrung getreten. Eine junge Frau schaut sehnsüchtig auf die Vierbeiner.


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