Wienerlied und Atmosphäre beim Schrammel.Klang.Festival in Litschau

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Als "Woodstock des Wienerlieds" werde ihr verlängertes Wochenende im Zeichen der lokalen Musiktradition gerne bezeichnet, schreiben die Veranstalter des Schrammel.Klang.Festivals im niederösterreichischen Litschau auf ihrer Website (www.schrammelklang. at). Erfunden hat diese Formulierung einst Wolfgang Kralicek im Falter, und sie klingt nicht nur gut, sie ist auch treffend.

Nein, in Litschau regiert von 10. bis 12. Juli nicht drei Tage lang das Chaos, die Revolution wird nicht geprobt und die freie Liebe praktiziert man hier auch nicht. Aber es geht wie beim Woodstock-Festival um mehr als nur um Musik: um eine Stimmung, ein Gefühl, eine im besten Fall magische Atmosphäre.

Etwa, wenn während der Nachtwanderung mit Musikstationen über dem Herrensee der Mond aufgeht oder der Spaziergang auf dem Schrammelpfad für einen kurzen Abstecher ins kühle Nass unterbrochen wird. Zum neunten Mal findet das Festival heuer schon statt; neben Alma schrammeln unter anderen Martin Spengler, Kurt Girk, Agnes Palmisano sowie Ernst Molden und Der Nino aus Wien.


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