Film Neu im Kino

Teenie-Themen-Aufguss mit Pepp: "DUFF"

Lexikon | Sabina Zeithammer | aus FALTER 28/15 vom 08.07.2015

Highschoolschülerin Bianca ist zufrieden: Früher hat es vielleicht diese Typisierungen gegeben, die vom Nerd über den Geek bis zur Cheerleader-Prinzessin reichten. Heute herrschen Durchmischung und Akzeptanz. Die schlagfertige Individualistin ist dafür das beste Beispiel: Als Zombiefilmfan mit Durchschnittsfigur und Vorliebe für den schlabbrig-ungeschminkten Look hat sie mit Jess und Casey zwei superattraktive und superbeliebte beste Freundinnen.

Alles ändert sich, als Wesley, ihr Sixpack-bestückter Nachbar und Sandkastenfreund, sie als DUFF bezeichnet - als Designated Ugly Fat Friend, eine Person, die in jeder Gruppe gebraucht wird, um die anderen besser aussehen zu lassen oder als Informationsquelle für Flirts zu dienen. Die Kränkung nagt an Bianca. Wütend kündigt sie Jess und Casey die Freundschaft und bittet Wesley, ihr zu helfen, sich zu verändern und ihren Schwarm Toby zu erobern.

Ari Sandels "DUFF - Hast du keine, bist du eine" ist eine Highschoolkomödie der altbewährten Art: Vom Voiceover der Hauptfigur über die sozialen Demütigungen und Tränen bis zum Entwicklungsprozess und der "Sei du selbst"-Message hat man alles schon gesehen. Dennoch ist die Verfilmung des Romans "The DUFF" der bei seinem Erscheinen 17-jährigen Autorin Kody Keplinger ein peppiger Aufguss klassischer Teenie-Themen im Zeitalter des Online-Wahnsinns geworden, der im Wechsel zwischen Pointen, Zynismus, hysterischer Übertreibung und kleinen Nachdenkpausen ein gutes Tempo findet.

Auch die Chemie zwischen den Hauptdarstellern Mae Whitman und Robbie Amell stimmt. Tiefgang hat der Film zwar nicht zu bieten, aber die finale Erkenntnis, dass jeder Mensch in gewissen Situationen ein DUFF ist, mag beruhigend auf Teenager-Nerven wirken.

Ab Fr in den Kinos (OF im Artis)


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