Kunst Kritiken

Meditative Linien, gegen den Strich gebürstet

Lexikon | NS | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Der Künstler Ferdinand Penker ist im Vorjahr verstorben. Die Galerie nächst St. Stephan zeigt jetzt Gemälde, Zeichnungen und Radierungen aus seinem Nachlass. Penkers Kunst ist schwer auf einen Nenner zu bringen. Der 1950 geborene Kärntner hat sich mit Architektur beschäftigt, wovon auch seine Zeichnungen von Bastelbögen für Modellbauten zeugen. Am Beginn der Schau steht die Serie "Die Identität des Vorhandenen". Der vom US-Minimalismus begeisterte Maler hat hier 1993 mit Temperafarben monochrome Strichmuster konstruiert, die aus der Distanz wie von expressiven Pinselstrichen aufgebrochen aussehen. Dann setzte er wieder breite Farbrollen für Doppelleinwand ein, deren getrocknete braune Felder eine Textur wie ein Tierfell erhielten.

Galerie nächst St. Stephan; bis 1.8.


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