Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Wenn Florian Klenks Nasenflügel zu beben beginnen, weil der Geruch von Fährte in der Luft liegt. Wenn er in den Tagen darauf mit einem mysteriösen Blitzen in den Augen durch die Redaktion streicht. Wenn er im Flüsterton im kleinen Kreis ankündigt, er glaubt, er habe da eine Geschichte. Wenn er plötzlich mit einem Aktenordner in der Hand erscheint, den er nicht mehr loslässt, obwohl er ziemlich schwer ist. Wenn er schließlich beginnt, immer lauter zu sprechen, bis er in der großen Sitzung das Wort "Cover" hinausschießt. Dann, ja dann, erahnt man, dass es eine außergewöhnliche Geschichte sein muss, die Aufdecker Klenk da wieder ans Tageslicht bringen wird.

Diesmal geht es -Sie haben es wahrscheinlich eh schon auf dem Cover gesehen - um die Freiheitliche Partei Österreichs und um Geld. Aber, und das ist eine leise Prognose, diese Geschichte, die Sie im Falter als Erstes und am ausführlichsten lesen werden, wird in den nächsten Tagen ein Beben verursachen. Dafür braucht man keine speziellen Nasenflügel zu haben.

Ansonsten riecht es im Falter derzeit nach frischer Malerfarbe. Denn das Häuschen, in dem die Redaktion steht, wurde nicht nur außen angefärbelt (unten weinrot, oben blassgelb - Klaus Nüchtern und Nathalie Großschädl kennen sicher die exakten Farbbezeichnungen), sondern auch der Hauseingangsbereich wurde geweißelt. Wir sind die letzten Tage also öfter Leitern und Farbkübeln ausgewichen und über abgepickten Boden gelatscht. War unspannender als erwartet. Kaum der Rede wert. Wirklich.


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