Kunst Kritiken

Gruppenbild mit Fingerspuren schwarzer Farbe

Lexikon | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Mit Verdichtung und Auflösung, knäuelhaften Formen und wilden Strichen zieht die abstrakte Malerei von Martha Jungwirth den Betrachter in ihren Bann. Nun widmet die Galerie Krinzinger der 1940 geborenen und lange viel zu wenig bekannten Künstlerin eine Ausstellung. Jungwirth malt auf Papier, wobei sie Bütten aus Indien verwendet, mal von dicker Textur, mal ungebleichtes, das auf Leinwänden präsentiert wird. Eine fünfteilige Ölbildserie hat ein altmeisterliches Gruppenbild von Frans Hals als Angelpunkt; Jungwirth nimmt sich aber alle kompositorischen Freiheiten und setzt sogar mit den Fingern schwarze Akzente. Fast andächtig wird es in dem Saal mit den zwei Meter hohen Aquarellen, deren Längsformat an die asiatische Kunst denken lässt. Hier ist alles leicht und im Fluss, ein perfekter Sommerraum in Blaugrün und Rostrot. NS Galerie Krinzinger; bis 31.7.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige