Wer soll es schaffen, wenn nicht er?

Griechenland und die Europäische Union: Der schwere Weg des Alexis Tspiras nach dem Brüsseler Diktat

Falter & Meinung | KOMMENTAR: WERNER A. PERGER | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Ein Staatsstreich sieht anders aus. Das wissen die Griechen am Besten. Unter den etwas älteren Demokratien innerhalb der Europäischen Union haben sie die frischesten Erinnerungen daran, wie sich ein Coup d'etat der Militärs anfühlt. Härter. Brutaler. Genauer: noch härter, noch brutaler.

Aber das Gläubiger-Ultimatum der 18 Eurozonen-Partner an die griechische Regierung als Basis für neue Kreditzusagen entbehrte durchaus nicht der Elemente politischer Gewaltandrohung. Zivil und diplomatisch oder gar partnerschaftlich war es da nicht zugegangen. "Eine der brutalsten Demarchen in der Geschichte der Europäischen Union" nannte das Wall Street Journal die Operation "Friss oder stirb" der Allianz von Eurozone und Weltwährungsfonds. Der linke Athener Volkstribun Alexis Tsipras hatte die Wahl zwischen Aufgeben oder Untergang. Da konnte man schon auf die aufklärerische Idee kommen, dies Coup d'etat zu nennen und damit in den sozialen Netzwerken Aufmerksamkeit zu schaffen: ThisIsACoup. Treffend


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