Freiwillige als Lückenbüßer

Lesepatinnen bringen Kindern das Lesen bei. Sollte das die Schule nicht allein schaffen?

Stadtleben | NACHSCHAU: SIBYLLE HAMANN | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Es gibt Kinder, die brauchen Zeit und Zuwendung. Kinder wie Vladimir. Vladimir kam als Zweijähriger nach Wien, seine Muttersprachen sind Serbisch und Romanes, seine Mutter kann kaum lesen und schreiben, hat drei Kinder, lebt in einer schwierigen Beziehung und ist immer wieder arbeitslos. Vladimir wird streng erzogen, er darf das Haus nur selten verlassen, weil er viel lernen soll. Doch die Mutter weiß nicht genau, wie das eigentlich geht. Vladimir hatte zu Hause jahrelang kein einziges Buch. Andererseits gibt es Menschen, die haben Zeit und sind bereit, Zuwendung zu schenken. Menschen wie Christa Lettner. Christa Lettner ist 75 Jahre alt, pensionierte Versicherungsangestellte, alleinstehend, gebildet, eine Frau mit wachem Intellekt und sozialem Gewissen.

Das, was Vladimir braucht, passt mit dem, was Christa Lettner geben kann, perfekt zusammen. Genau deswegen gibt es in Wien seit 2009 die sogenannten Lesepatinnen und Lesepaten (siehe Falter Nr. 25/2012). Die Idee: Menschen mit Tagesfreizeit


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