Meinesgleichen Ein Rollenwechsel beim Falter

Falter & Meinung | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Klaus Nüchtern braucht hier nicht vorgestellt zu werden. Seit einem Vierteljahrhundert in der Redaktion des Falter angestellt, war er als stellvertretender Chefredakteur und langjähriger Feuilletonchef im Blatt zur Stelle, als fast alle anderen gingen. Mehr als einmal half er nach Abwerbungswellen beim Neuaufbau des Blattes entscheidend mit.

Nach seiner Karenz, während der er an einem Buch über Heimito von Doderer gearbeitet hat, das in einem Jahr erscheinen wird, ist er seit ein paar Wochen wieder an Bord. Wir sind übereingekommen, dass er nicht mehr als Feuilletonchef, sondern als Autor für den Falter tätig wird. Er bereichert den Falter wieder mit Literaturkritik und Reportage, Feature und Interview, und zwar in allen Ressorts. Außerdem betreut er das Ressort Literatur, was auch die Belletristik-Abteilung der Beilagen Bücherfrühling und Bücherherbst einschließt. Und natürlich schreibt er seine Kultkolumne "Nüchtern betrachtet", die ebenfalls schon mehr als zwanzig Jahre lang erscheint. Er ist als Autor direkt der Chefredaktion unterstellt.

Mit einem Wort, Nüchtern hat mit Matthias Dusini die Rollen getauscht. Dusini, seit vier Jahren beim Falter angestellt (allerdings mit viel längerer Vordienstzeit als freier Mitarbeiter des Kulturteils), leitet nun das Feuilleton. Er hat als Nüchterns Karenzvertreter gezeigt, dass er das hervorragend macht. Der Rollenwechsel der beiden wird, so hoffe ich, den Falter befruchten. Es ist schön, solche Autoren zu haben.


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