Wie der ÖSV mit Unliebsamen verfährt

Der Wickel zwischen dem ÖSV und Anna Fenningers Management ist noch lange nicht geklärt

Stadtleben | ERMITTLUNG: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 29/15 vom 15.07.2015

Am 11. Mai beschwerte sich Anna Fenninger, Österreichs und der Welt beste Skifahrerin, beim Skiverband in einem E-Mail über ungerechte Behandlung. Drei Stunden später landete das E-Mail bei der Sportwoche. Die Öffentlichkeit solidarisierte sich mit der Skifahrerin. Über den ÖSV und dessen autoritäre Behandlung der Sportler erging ein Sturm der Entrüstung. Am 8. Juli gestand der ÖSV-Mitarbeiter Paul S., Fenningers E-Mail an die Presse weitergeleitet zu haben, er wurde sofort fristlos entlassen.

Jedoch: Paul S. stand nicht auf Fenningers Adressatenliste, er musste das E-Mail also von jemandem innerhalb oder außerhalb des ÖSV erhalten haben. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel kündigte im ORF an, nach dem Informanten von Paul S. zu suchen. Denn "aus dem ÖSV" habe Paul S. das E-Mail "sicher nicht", sagte Schröcksnadel.

Der Wickel erlaubt einen Blick ins Methodenarsenal Schröcksnadels. Denn im ÖSV sitzt ein Mitarbeiter, der sich mutmaßlich einen viel schwerwiegenderen Missgriff


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