DIE BEICHTE EINES KOFFER-TRÄGERS

In der FPÖ-Parteispendenaffäre liegt ein erstes Geständnis vor. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Werbeagentur Ideenschmiede sagt aus, er habe Geldkoffer an FPÖ-Bundesgeschäftsführer Hans Weixelbaum übergeben

Politik | BERICHT: FLORIAN KLENK | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Vergangenen Dienstag -der Falter-Artikel über die Geheimverträge von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl war gerade erst in der Druckerei - lief die interne freiheitliche Kommunikation via SMS schon im Krisenmodus. Die Devise: Ablenkung durch Aggression. Der Falter, so Heinz-Christian Strache, plane im Wiener Wahlkampf eine große Kampagne gegen die Freiheitlichen, gesteuert von der SPÖ. Sein Stratege, FP-Generalsekretär Herbert Kickl, drohte dem "Bolschewikenblatt","der Schuss" werde "für die Linken nach hinten" losgehen. Die Staatsanwaltschaft forderte er auf, endlich strafrechtlich gegen die Falter-Redaktion vorzugehen. Es liege wohl Beitragstäterschaft zum Amtsmissbrauch vor, Akten seien illegal beschafft worden. "Möchtegernstaatsanwälte","Oberlinke","Bolschewiken","Rufmörder","Schmutzkübler" und "Inquisitoren" seien da am Werk. Das Publikum in den Social Media wunderte sich eher über Kickls Nervosität. Kickl tobte, gibt sich aber schmallippig, wenn es um jene vier Fragen


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