Kommentar Kultur

Maler zuerst: Warum Mäzen Haselsteiner das Künstlerhaus retten will


MATTHIAS DUSINI
Falter & Meinung | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Und wieder einmal biegt der Krösus um die Ecke, wenn man ihn braucht. Strabag-Millionär Hans Peter Haselsteiner hat den Hungerkünstlern des Wiener Künstlerhauses angeboten, dass er das Ausstellungshaus am Karlsplatz um 30 Millionen Euro saniert (siehe auch Artikel S. 29). Haselsteiner verlangt eine einzige Gegenleistung: dass ihm ein Viertel der Flächen für die Präsentation österreichischer Gegenwartskunst zur Verfügung gestellt wird.

Haselsteiner hat mehrfach bewiesen, dass er es mit der Kunstförderung ernst meint. 36 Millionen spendierte er den Festspielen Erl für den Bau eines neuen Opernhauses. Als Baumax-Gründer Karlheinz Essl kurz davor stand, seine Kunstsammlung verkaufen zu müssen, sprang Haselsteiner ein. Seine Privatstiftung kaufte 60 Prozent, ein Anteil von 40 Prozent blieb dem Sammler, der damit sein Lebenswerk rettete.

Mehr Glück als Verstand: Das bedeutet Haselsteiners Engagement für die 1861 gegründete Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs.

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