Stadtrand Urbanismuskolumne

Nett: Jahreskarte jetzt mit Weichzeichner

Stadtleben | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Es war gar nicht so einfach, den Wiener Linien das Foto zu übermitteln, das neuerdings die Jahreskarte behübscht. Der Upload funktionierte erst nicht, dann war die Auflösung des Bildes zu groß. Oder zu gering. Schließlich musste man auch noch bei der Hotline anrufen, wo sich eine ausgesprochen freundliche Wiener-Linien-Person der Sache annahm. Nach kurzer Zeit war klar: "Sie brauchen kein Bild zu schicken, wir haben eh schon eines." Auch gut.

Schließlich kam die neue Jahreskarte mit Bild. Oder einer sehr hellen Fläche dort, wo ein Foto sein sollte. Womöglich hat jemand am Photoshop-Helligkeitsregler herumgeschraubt. Vielleicht möchte man auch einfach nur älteren Öffi-Benutzern weichzeichnertechnisch ein bisschen schmeicheln. Aber. Auf dem Jahreskartenfoto erkennt man eigentlich nichts. Jedenfalls nicht den Besitzer der Jahreskarte. Genauso gut hätte man das gezeichnete Bild ein paar Zeilen weiter unten auf die rote Karte drucken können. Bei einer Freundin ist es übrigens genau umgehrt: Schwarz statt Foto. Da freut man sich schon auf die nächste Fahrausweiskontrolle.


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