Mei Swag is ned deppat, sagt der Salzburger Rapper Crack Ignaz

Feuilleton | MUSIKKRITIK: GERHARD STÖGER | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Für tot erklärt wurde er schon oft, tatsächlich gestorben ist der Hip-Hop noch nie. Ganz im Gegenteil. Seine Bestandteile sind denkbar einfach, im Kern genügen nach wie vor ein Beat und eine Stimme. Und doch passieren auch knapp 40 Jahre nach der Geburt des Rap in der New Yorker Bronx immer noch respektive immer wieder spannende Dinge.

In den USA haben Hip-Hop und sein aufgebrezelter Zwilling R&B die alte Tante Rock 'n'Roll längst als führende Popspielart abgelöst, außerhalb des Rap-Mutterlandes sieht es heute nicht groß anders aus.

In Deutschland etwa ist es inzwischen gang und gäbe, dass Rapper (ja, es sind vor allem Buben, die in diesem Genre reüssieren) einander an der Spitze der Charts ablösen. Auch für das nicht ganz unproblematische Genre Deutschrap gilt dabei: Mehr Vielfalt war noch nie, vom feinsinnigen Wortakrobaten bis zum grobschlächtigen Pimmelschwinger und vom Kinderstar bis zum Feuilleton-Liebkind. Nur in Österreich tut sich Hip-Hop - vereinzelte Ausnahmen bestätigen


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