Abschied von einer Aufrechten

Falter & Meinung | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Man sieht nur die im Vordergrund. Aber der Erfolg einer Sache ist meist nicht denkbar ohne jene Leute, die man nicht sieht, also mit der Sache kaum in Verbindung bringt. Mit jenen, die hinter einem stehen, auch wenn sie oft ganz anderer Meinung sind, aber im Großen und Ganzen mit einem übereinstimmen. Katharina Cortolezis-Schlager war so ein Mensch.

Sie war wahrlich keine, die im Verborgenen agierte. Sie war die erste weibliche ÖH-Vorsitzende an einer österreichischen Universität. Von 2008 bis 2013 war sie Nationalratsabgeordnete und Wissenschaftssprecherin der ÖVP, von 2005 bis 2008 war sie nichtamtsführende Wiener Stadträtin und innerhalb der ÖVP für Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft zuständig, davor und danach war sie erfolgreiche Unternehmensberaterin.

Dass sie für die ÖVP kandidierte, war vielleicht ihrer Biografie geschuldet, vielleicht einfach Zufall. Es hätten genauso gut die Grünen sein können. Gewiss lockte sie die Möglichkeit, ein Wissenschaftsressort gestalten


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