Was ist da los in der Popstadt Wien?

Das Popfest Wien ist ein guter Anlass, über Glanz und Elend des österreichischen Musikgeschehens nachzudenken

Falter & Meinung | KOMMENTAR: GERHARD STÖGER | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Wie viel sich innerhalb von fünf Jahren doch ändern kann! 2010 fand das erste Wiener Popfest auf dem Karlsplatz statt. Die Veranstalter wollten eine in Nischen blühende, von der Öffentlichkeit aber nur bedingt wahrgenommene junge österreichische Musikszene selbstbewusst in die Auslage stellen.

Kühn wurde damals erklärt, man wolle das Verständnis von Pop in dieser Stadt verändern. Indie und Alternative, auch kurz "FM4-Musik" genannt, sollten ganz ohne die kleinmachenden Zusätze zu Pop erklärt werden -und möglichst viele Menschen sollten diesen Pop hören.

Wenn jetzt von 23. bis 26. Juli die sechste Auflage des großen Gratis-Konzertreigens stattfindet, steht Wien nicht mehr nur für den Austropop eines Wolfgang Ambros, den Arroganzler-Schmäh eines Falco und die Elektronik-Lässigkeit von Kruder &Dorfmeister. Vielmehr gilt Wien als deutschsprachige Popmetropole der Stunde.

Sehr schön illustrieren das die aktuellen Ausgaben von zwei großen deutschen Magazinen: Das Cover des Rolling


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