"Mich beängstigt die Fröhlichkeit"

Autor Martin Amanshauser über Havarien und die Schläfrigkeit an Bord

Feuilleton | INTERVIEW: SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Nach zehn Jahren ohne literarische Veröffentlichung meldet sich Martin Amanshauser mit dem Kreuzfahrt-Roman "Der Fisch in der Streichholzschachtel" zurück. Der Autor erklärte dem Falter, was es mit seiner Schreibpause auf sich hatte und was ihn an Kreuzfahrten fasziniert.

Falter: Was bewegt Menschen dazu, eine Kreuzfahrt zu machen?

Martin Amanshauser: Kreuzfahrten sind eine Mischung aus den beiden populärsten Urlaubsgenres unserer Zeit, dem Cluburlaub und der Gruppenreise. Auf einem Schiff ist die Ernährungslage außerdem rund um die Uhr gesichert. Die Passagiere erhalten den Eindruck, individuelle Reisende zu sein. Und trotzdem ist das Urlaubsleben bis zur Abendanimation total durchgeplant.

Und was bewegt einen Autor dazu, einen Roman über eine Kreuzfahrt zu schreiben?

Amanshauser: Ich bin auf einem Balkon in Willemstad, Curaçao, gesessen, gegenüber lag ein großes Schiff und daneben fuhr ein kleines. Da hatte ich die Grundidee. Erstens schreibt man gut über Dinge, die man kennt.


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