Neuer Glanz für alte Hütte

Der Unternehmer Hans Peter Haselsteiner plant seine nächste Rettungsaktion: die Sanierung des baufälligen Künstlerhauses

Feuilleton | BERICHT: MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Das Wiener Künstlerhaus wird nicht verkauft. Das ist das vorläufige Resultat von Verhandlungen zwischen dem Vorstand der Künstlervereinigung und dem Industriellen Hans Peter Haselsteiner, die durch den Kurier publik wurden. Der Gründer des Baukonzerns Strabag will sich mit 30 Millionen Euro an der Sanierung des Vereinsgebäudes am Karlsplatz beteiligen. Einen Teil der Flächen will Haselsteiner für die Präsentation österreichischer Kunst nutzen, den Rest behalten die Künstler für eigene Ausstellungen.

Das 1868 im historistischen Stil erbaute Künstlerhaus ist eines der schönsten Ausstellungsgebäude der Stadt, dessen Glanzzeiten allerdings weit zurückliegen. Hier fanden spektakuläre Großausstellungen wie "Traum und Wirklichkeit" (1985) über die Wiener Moderne statt. Die aktuelle Krise begann, als das Kulturministerium 2002 einen Bestandsvertrag auslaufen ließ, der dem Künstlerhaus jährlich zehn Millionen Schilling (727.000 Euro) brachte.

Aufgrund dieses Vertrags bespielten


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