Die neuen Armenheere des vereinten Europa

Nicht nur Griechenland leidet weiterhin unter der Wirtschaft skrise. Auch in den Krisenländern Spanien, Portugal oder Italien wächst eine verlorene Generation heran

Politik | ÜBERBLICK: NINA HORACZEK | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Spanien und Portugal haben ihre Hausübungen gemacht, im Gegensatz zu Griechenland", beklagte der ÖVP-Finanzsprecher Andreas Zakostelsky vergangenen Freitag bei der "Debatte über Hilfe für Griechenland und die Zukunft der EU" im Nationalrat. Die "Troika" aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) lobte vor einigen Monaten, dass die EU-Krisenstaaten infolge der Sparund Reformpolitik "die Rezession überwunden" hätten. Irland konnte den EU-Rettungsschirm 2013 verlassen, Spanien Anfang 2014 und seit vergangenem Mai ist auch Portugal nicht mehr auf das EU-Rettungsprogramm angewiesen.

Also alles wieder in Butter?"Nein", sagt der Wirtschaftsnobelpreisträger Christopher Pissarides von der London School of Economics zum Falter. "Das Problem ist in Staaten wie Spanien oder Portugal noch nicht gelöst", meint Pissarides, "die wirtschaftliche Situation hat sich stabilisiert, aber der Aufschwung ist noch nicht stabil." Bereits eine kleine Änderung


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