Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Ein Kreisverkehr in Wien für Jörg Haider -und etwas Aufmerksamkeit

Politik | TOBIAS SCHMITZBERGER | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Eigentlich ist es eine normale Baustelle. Es ist laut, bei brütender Hitze stehen Arbeiter im Schatten und warten, dass ein Lkw Kies ausleert. Nichts Besonderes, hätte das BZÖ Wien vergangene Woche nicht folgende Aussendung verfasst: "Geht es nach BZÖ-Wien-Obmann Dietmar Schwingenschrot, soll ein in Bau befindlicher Kreisverkehr in Wien-Floridsdorf nach Dr. Jörg Haider benannt werden."

Aber eigentlich, erzählt Schwingenschrot, habe er den Namen Haiders nur zum "Polarisieren" eingesetzt. Das BZÖ Wien will, dass Bürger bei Straßen-und Platznamen mehr mitreden dürfen. Zum Aufmerksamkeitheischen fürs Wiener BZÖ, das im Oktober zur Wahl antreten will, taugt der Name Haider allemal. "Mit dem damaligen BZÖ Kärnten und den Gaunereien wie der Hypo haben wir nix zu tun", beteuert Schwingenschrot. Einen Haider-Kreisverkehr kann er sich gut vorstellen. "Haider erhielt ein Ehrenzeichen der Republik Österreich, warum also kein Kreisverkehr?"


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