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Wieso darf Tom Cruise den Ring sperren, Herr Hauser?

Politik | INTERVIEW: NINA HORACZEK | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Hollywood zieht es auf die Ringstraße. In der Staatsoper sind tausend Besucher geladen, um mit Tom Cruise die Weltpremiere des Actionthrillers "Mission: Impossible - Rogue Nation" zu erleben. Vor der Oper wird eine Fanzone eingerichtet. Für das "Mission: Impossible"-Spektakel werden Teile des Rings bis Freitagvormittag gesperrt. Der Falter sprach mit Rudolf Hauser, stellvertretender Leiter der für Veranstaltungen zuständigen Magistratsabteilung 36.

Wer ist dafür zuständig, dass "Mission: Impossible" auf dem Ring feiern darf?

Wir von der Magistratsabteilung 36 genehmigen die Veranstaltung an sich. Dafür, dass der Platz gesperrt wird, ist die Magistratsabteilung 46, "Verkehrsorganisation", zuständig.

Nach welchen Kriterien wird entschieden, ob so ein Spektakel auf dem Ring veranstaltet werden darf?

Das wird nach dem Veranstaltungsgesetz entschieden und natürlich danach, dass die Sicherheit der Personen gewährleistet ist und ausreichend Fluchtwege vorhanden sind. Diese Filmpremiere in der Staatsoper ist aber für uns von der Genehmigung her nicht sehr aufwendig. Da ist zum Beispiel der Life Ball viel aufwendiger.

Es darf jeder am Ring Premiere feiern?

Ja, wenn Sie eine Ausbildung zum Filmvorführer nachweisen können und alle Auflagen erfüllen. Natürlich spielt auch der Jugendschutz eine Rolle. Sie können nicht mitten auf dem Ring einen Pornofilm aufführen.

Welche Gebühren müssen die Veranstalter der Stadt für den Ring zahlen?

Also bei der MA 36 zahlt man die normalen Verhandlungsgebühren.

Wie viel ist das?

Das kommt darauf an, wie lange die Genehmigungsverhandlungen dauern und wie viele Sachverständige zugezogen werden müssen. Aber es ist jedenfalls nicht so viel, dass die Veranstalter arm werden. Und auch nicht so viel, dass die Stadt reicher wird.


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