7 Sachen, die Sie über GELSENSTICHE eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 30/15 vom 22.07.2015

Autsch, was hat mich denn gestochen?

Im Zweifelsfall war es die Gelse, wahrscheinlich in der Lobau oder anderen Gebieten mit idealen Lebensbedingungen für Stechmücken. Das Weibchen muss nach der Befruchtung nämlich eine "Blutmahlzeit" zu sich nehmen, um Eier zu bilden.

Und wie macht das Weibchen das?

Mithilfe eines Stechrüssels. Mit dem bringt Frau Gelse Speichel unter die Haut ihres Wirtes und saugt das Blut. Herr Gelse kann das nicht.

Und was kommt nach dem Stich?

Die Gelse legt die Eier ins Wasser. Den Wirt fangt's zu jucken an.

Aber dagegen kann man doch was tun. Was wurde zum Beispiel aus diesen Geräten, mit denen man die Stichstelle ein paar Sekunden erhitzen kann?

Ach, der Stichheilerstift "Bite away" ist so 2014, den verwendet 2015 niemand mehr.

Wie bekämpft man stattdessen die wenig reizenden Gelsendippel?

Nicht alles, was rot ist, ist eine allergische Reaktion (die gibt es eher nach Bienen-oder Wespenstichen). Grundsätzlich gilt: Bloß nicht kratzen!

Aber es juckt wie blöd, wieso darf ich dann nicht kratzen?

Weil dadurch Gewebehormone freigesetzt werden, die zu einer örtlichen Entzündung führen können. Außerdem verschlimmert Kratzen die Schwellung. Der Körper schüttet Histamin aus, das macht den Juckreiz.

Darf ich vielleicht was draufschmieren?

Kühlen hilft. In der Apotheke gibt es kühlende Gels. Auf die Stiche aufgetragen geben sie den Gelsenopfern wenigstens das Gefühl, etwas getan zu haben. Auch gut gegen den Juckreiz: Antihistaminikum.


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