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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 31/15 vom 29.07.2015

Am Wochenende hat die Österreich-Redaktion auf ihrer Tastatur die Icons entdeckt. Und, schwupps, wurde die sonst so gemeine Boulevardzeitung zum Postillon des Guten. Mit vielen, vielen bunten Smileys versehen teilte uns Österreich in seiner Sonntagsausgabe mit, wie viel Gutes es doch auf der Welt gibt: das gute Wetter, die guten Menschen, die Asylwerbern helfen, und noch mehr.

Wie böse, dass so ein gutes Blatt erst am Mittwoch davor selbst so ein großes Pech hatte. Da berichtete Österreich, der US-Milliardär Warren Buffett wolle "die Welt von Helene Fischers ,Geplärre' erlösen". Buffett, schrieb das Fellner-Blatt, "bot Fischer 100 Millionen Euro an, wenn sie die Musik ad acta legt " Abgeschrieben hat Österreich diese Meldung fast wortident von der Huffington Post. Und dabei peinlicherweise übersehen, dass die Helene-Fischer-Meldung in der Rubrik "Satire" stand. Shit happens eben, liebes Österreich. Trotzdem: Keep smiling! :)


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