Der Himmel über Hütteldorf

Teil 1, Westen: Architektonisch interessante Wanderung für schwindelfreie Nichtfischer und Spechtfreunde


Wanderwart: Klaus Nüchtern
Stadtleben | aus FALTER 31/15 vom 29.07.2015

Wie schön wäre Wien ohne Wiener", sang einst Georg Kreisler, um die Frage umgehend zu beantworten: "So schön wie a schlafende Frau! / Der Stadtpark wär sicher viel grüner / Und die Donau wär endlich so blau!"

Dieser Vision kommt man paradoxerweise am nächsten, wenn man im Sommer einfach in Wien bleibt. Einsamer nie als im Juli und August kann man durch die Stadt schnüren, denn wer auf sich hält, urlaubt in Kroatien, im Salzkammergut oder hat eine Datscha im Waldviertel. So wenig Wiener wird man in Wien für den Rest des Jahres nie wieder antreffen.

Der genuine Daheimbleiber ist natürlich mit einer Jahreskarte der Wiener Linien ausgestattet, weswegen auch keine Reisekosten anfallen. Lediglich eine kleine Unannehmlichkeit hat man bis zum 6. September in Kauf zu nehmen: Weil die Gleise in der Linzer Straße bereits dermaßen am Semmerl waren, dass der 49er dort gerade einmal das Tempo eines schreitenden Kamels erreichte (15 km/h) und von jeder Schwarzen Mamba (29 km/h) überholt wurde,

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