Kommentar des Chefredakteurs

Betreiben wir eine Kampagne, die nur H.-C. Strache nützt? Vier Antworten


Leitartikel: Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 31/15 vom 29.07.2015

Die Berichte des Falter über mutmaßliche Untreue mit Steuergeldern - begangen durch Mitarbeiter der Werbeagentur von FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl - haben nicht nur bei den Freiheitlichen, sondern auch bei durchaus besonnenen Kommentatoren erstaunliche Reaktionen ausgelöst. Man kann deren Argumente in vier Kategorien einteilen.

Erstens: Die Enthüllungen nützten FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Es könne schon sein, dass das Spitzenmanagement seiner FPÖ in mutmaßlich kriminelle Aktivitäten verstrickt sei, Strache werde sich aber als Opfer stilisieren und noch mehr Stimmen lukrieren. Man möge ihn doch auf der sachpolitischen Ebene attackieren, anstatt zu kriminalisieren

Zweitens: Die anderen seien doch auch nicht besser. Man schaue sich nur die Wiener SPÖ und ihre Wohnungsbonzen an, die in billigen Wohnungen leben. Auch die ÖVP (Strasser, Martinz) sei rechtskräftig bestechlich, und sogar die Grünen griffen in den Steuertopf, um ihre Klientel zu befriedigen.

Drittes Argument:

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