Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

In der Ex-Punkpizzeria werden Besucher argwöhnisch beäugt

Politik | Tobias Schmitzberger | aus FALTER 31/15 vom 29.07.2015

Alles neu. Die Fassade des mehrstöckigen Hauses in der Mühlfeldgasse 12 erstrahlt in frischem Weiß. Es bekam zwei neue Stöcke, ein grauer Klotz mit Fenstern wurde dem Altbau aufgesetzt. Arbeiter gehen mit Scheibtruhen ein und aus. Rund um das Haus stehen einige Gitter, auf denen "Betreten der Baustelle verboten"-Schilder prangen.

Nichts erinnert mehr an den Zustand vom 28. Juli 2014. Damals hatten Punks das Gebäude besetzt. Es war als "Pizzeria Anarchia" stadtbekannt und wurde von 1454 Polizisten geräumt. Der Eigentümer, die damalige Castella GmbH, hatte die Punks angesiedelt, um Altmieter zu vergraulen. Der Plan ging nicht ganz auf, die letzte Mietpartei verbündete sich mit den neuen Bewohnern.

Gastfreundlich ist es hier noch immer nicht. Fotografiert man das Gebäude, wird man plötzlich selbst fotografiert. Von einem Mann, der laut eigener, höchst unwirscher Aussage aber nicht zur Baustelle gehört.


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