Nüchtern betrachtet

Biertrinken ist doch kein Kinderfasching!

Feuilleton | aus FALTER 31/15 vom 29.07.2015

Beer is proof that God loves us and wants us to be happy." Das hat Benjamin Franklin gesagt, der nicht nur den Blitzableiter erfunden hat, sondern ganz generell ein pfiffiges und kregles Kerlchen war. Das Zitat steht auf einem Bierglas, das mir Jamaaladeen Taschwer vor einigen Jahren aus den USA mitgebracht hat. Die Schrift ist mittlerweile etwas verwaschen, aber das gut halbkiloschwere Glas selbst leistet nach wie vor gute Dienste.

Gläser, in die Flüssigkeiten geleert werden, die Gottes Liebe zu den Menschen belegen, sind naturgemäß heilig. Man muss aber gar nicht gläubig sein, um zu wissen, wie wichtig wohlgestaltete Gläser sind: Selbst ein Schluck Leitungswasser macht mehr Freude, wenn er aus einem gefällig gestalteten und gut gewichtigen Glase genommen wird - zum Beispiel aus der Ikea-Serie Pokal um 49 Cent das Stück -, statt aus einem, in dem einmal Nutella drin war.

Eine besondere Pest sind blöde Biergläser, also solche, die blöd zu befüllen und auszusaufen sind, blöd dastehen


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