Popcornkino ohne Wenn und Aber: Rückkehr und Neustart der "Fantastic Four"

Feuilleton | FILMKRITIK: MICHAEL OMASTA | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Eigentlich widerspricht Teamwork der Logik des Superheldentums. Die drei Buben und das Mädchen, die sich erstmals 1961 unter dem Signet des Comicsverlags Marvel als "Fantastic Four" zusammenfanden, sind die bis heute seltene Ausnahme von der Regel. Und vielleicht ist das ja auch ein Grund, weshalb diese Fab Four auf der Leinwand nie wirklich Karriere gemacht haben.

Der aktuelle Versuch eines Neustarts ist keineswegs der erste: Vor zehn Jahren vermasselte Großproduzent Bernd Eichinger ihr Comeback, indem er die vier auf Sparflamme setzte; das Ergebnis sah mehr nach Seifenoper als nach Blockbuster aus. Die neue Version, als Koproduktion von Centfox, dem Marvel-Imperium und der deutschen Constantin entstanden, ist Popcornkino ohne Wenn und Aber. "Fantastic Four" (Regie: Josh Trank) erzählt, wie Reed Richards, Ben Grimm, Johnny und Sue Storm in Besitz ihrer Superkräfte gelangten.

Wie so viele Gründungsmythen jüngeren Datums beginnt auch dieser in einer Garage. Dort bastelt der nerdige kleine Reed mit best buddy Ben Grimm vom Schrottplatz nebenan an einem "Materietransporter", bei dessen Inbetriebnahme in ganz Oyster Bay die Lichter ausgehen. Sieben Jahre später engagiert ein Dr. Storm den High-School-Studenten ans Baxter Institute, wo hochbegabte junge Forscher ein Shuttle für den Flug in eine andere Dimension entwickeln: darunter Sue, Storms Adoptivsohn Johnny und der grenzgeniale Victor von Doom - später ihr schlimmster Widersacher.

Damit ist das Team komplett, die Jungstars - Miles Teller, Kate Mara, Jamie Bell und Michael B. Jordan - schlüpfen in ihre Raumanzüge und kehren vom Jungfernflug mehr tot als lebendig zurück. Widerstrebend nur werden sie sich ihrer neuen Fähigkeiten gewahr und lernen diese zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Die Vergangenheit, sagt die kluge Sue einmal, könnten selbst sie nicht mehr ändern, die Zukunft schon.

Ab 13.8. in den Kinos (OF im Artis und Haydn)


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