Kolumne Außenpolitik

70 Jahre nach Hiroshima: Auf dem Weg zur atomwaffenfreien Welt

Falter & Meinung | RAIMUND LÖW | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Das Skelett der ausgebrannten Handelskammer in den Ruinen von Hiroshima ist das Symbol für die verheerendste Waffe, die von der Menschheit je entwickelt wurde. 92.000 Menschen, nahezu alle Bewohner des Stadtzentrums, wurden in den Morgenstunden des 6. August 1945 durch die Detonation der Atombombe mit dem Namen Litte Boy getötet. Das japanische Militär gab nach und der Kaiser kapitulierte.

Für den amerikanischen Präsidenten Harry Truman war es am Ende des mörderischen Zweiten Weltkriegs logisch, die mit riesigem Aufwand im Manhattan Project entwickelte Waffe auch tatsächlich einzusetzen. Das Kaiserreich war nach dem Ende Hitlerdeutschlands schwer angeschlagen, fühlte sich aber nicht besiegt. Die amerikanische Generalität erwartete, dass der Pazifikkrieg noch Monate dauern würde.

Die Dimensionen der neuen Waffe waren Truman zum Zeitpunkt der Abwürfe Anfang August 1945 bewusst. Die durch die Radioaktivität verursachten Langzeitschäden sind erst in der Folge zutage getreten.

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