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Pressekolumne

Medien | BARBARA TÓTH | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Es gehört einmal wieder geschrieben, wer aller hier in der kleinen Welt der österreichischen Presse gute Arbeit leistet. Zum Beispiel die Kolleginnen und Kollegen von der Wiener Zeitung.

Eine Tageszeitung im Staatseigentum ist eine Art Dinosaurier. Welcher Staat leistet sich noch ein eigenes, täglich auf Papier erscheinendes Medium? In neoliberalen Zeiten haben Politiker genug zu tun, staatliches Engagement in Schulen, Krankenhäusern, Bahnhöfen und Schulen zu verteidigen. Dabei gäbe es in Zeiten des Gratiskrawallboulevards viele Argumente für dieses Modell.

Die Wiener Zeitung macht unter ihrem Chefredakteuer Reinhard Göweil wirklich guten Journalismus. Hier wurden die Ressortgrenzen abgeschafft, hier schreiben Auskenner in aller Ausführlichkeit. Nun hat das Wochenmagazin Profil der Wiener Zeitung mit Clemens Neuhold einen ihrer besten Politikredakteure abgekauft. Schade fürs Blatt, aber gleichzeitig ein schönes Kompliment.


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