Billige Stimmungsmache

Viele Umfragen sehen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als Nummer eins in Wien. Aussagekräftig sind sie alle nicht

Politik | BERICHT: TOBIAS SCHMITZBERGER, BARBARA TÓTH | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Ich bin überzeugt, dass wir weit über 30 Prozent bekommen", sagt FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bei so gut wie jeder Pressekonferenz diesen Sommer, wenn er gefragt wird, wie er bei den Wiener Landtagswahlen am 11. Oktober abschneiden wird. Auch viele Wahlumfragen geben Strache, der gerne Wiener Bürgermeister werden möchte, recht. "Strache bringt SPÖ zur Verzweiflung", glaubt etwa die Gratiszeitung Österreich, das Wochenmagazin Profil prognostiziert einen "politischen Dammbruch", wie ihn Jörg Haider als FPÖ-Chef Ende der 1990er-Jahre bereits brachte.

Die von den Medien dazu publizierten Ergebnisse sind allesamt ähnlich. Die FPÖ liegt meistens bei knapp über 30 Prozent, die SPÖ bei knapp um oder unter 35 Prozent. Mit ein wenig Dramatik lassen sich daraus aber auch solche Zeilen basteln: "Noch schlimmer für die SPÖ ist derzeit die Prognose für Wien. Da ist der Vorsprung der seit fast 100 Jahren regierenden Sozialdemokraten auf die FPÖ auf nur mehr zwei Prozent geschrumpft


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