Spiel des Lebens

Leo Wallner war als Geschäft smann legendär, zuletzt legten sich Schatt en über seine Reputation

Politik | TEXT: JOHANN SKOCEK | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Leo Wallner wollte Priester werden und hat im Glücksspielgeschäft seine Erfüllung gefunden. Er ließ sich nie durch ideologische oder andere Meinungsverschiedenheiten irritieren. Der Pragmatiker verfolgte den Grundsatz: Wenn es allen anderen gut geht, geht es mir auch gut. Begabt mit Intelligenz und Charme, nützte er die politische Schulung in der Umgebung des ÖVP-Bundeskanzlers Josef Klaus als letzten Schliff, der ihn zur Bewältigung seiner Lebensaufgabe befähigte: den Schmuddelbetrieb des österreichischen Glücksspielbetriebs in ein Unternehmen zu verwandeln, das anständige Einnahmen abwerfen und Anständigkeit ausstrahlen sollte.

Anlass für die Umgestaltung Ende der 60er soll ein Artikel des Publizisten Gustav Adolf Neumann gewesen sein, der das Glücksspiel als Schande für den Teil-Eigentümer, die katholische Kirche, brandmarkte. Bis heute hält die "Kirchen-Bank" Schelhammer & Schattera direkt 5,31 Prozent an der Casinos Austria AG und über die Medial Beteiligungs GmbH


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