Kommentar Kulturpolitik

Mäzen Haselsteiner: Her mit dem Künstlerhaus der Geschichte!

Falter & Meinung | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Der Mäzen und Unternehmer Hans Peter Haselsteiner präsentierte einen spektakulären Vorschlag. Er will die Sanierung des Wiener Künstlerhauses finanzieren, um in den Ausstellungsräumen neue österreichische Kunst zu zeigen (siehe S. 24). Erst war von der Kunst nach 1945 die Rede, nun sogar von einem Überblick über die Kunst der Ersten und Zweiten Republik, also von 1918 bis heute.

Damit könnten Haselsteiner und Klaus Albrecht Schröder, sein möglicher Partner für das geplante Museum, eine Debatte lostreten, die sie gar nicht beabsichtigen. Wäre es nicht vernünftig, die Geschichte der Republik nicht nur anhand von Kunst, sondern auch mit anderen Dokumenten zu erzählen?

Das Künstlerhaus wäre als Standort für ein historisches Museum wesentlich besser geeignet als die derzeit diskutierte Neue Burg am Heldenplatz, deren Bespielung schwierig ist. Und wenn man schon die Geschichte des 20. Jahrhunderts in einem Palast des 19. Jahrhunderts zeigen will, dann lieber in von Bürgern gebauten


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