Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Soda Zitron

Zitrone für alle(s): Aber bitte frisch gepresst

Stadtleben | MS | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Soda-Zitron ist der König unter den Durstlöschern. Aber eines gleicht nicht dem anderen. Fangen wir beim mildesten an. Menschen, die von einer reformorientierten Lebensweise angetan sind, schwören auf ein 0,25-Liter-Glas lauwarmes Leitungswasser mit dem Saft einer halben frischen Zitrone - auf nüchternen Magen. Alles wird dadurch in Gang gesetzt: Verdauung, Stärkung der Leber und Galle und so weiter.

Erfrischung für Gaumen und Kopf schaut anders aus: Ingredienzien sind Soda, Eiswürfel, Saft einer Zitrone, und wem das alles zu harsch ist, noch ein kleiner Löffel Zucker (oder Xylit), um die Säure auszuhebeln.

Es ist das kleine Spektakel, das man sich nicht nehmen lassen darf: Wer am Ende den Zucker dazugibt, muss sich beeilen, den aufsteigenden Schaum wegzuschlürfen. Mit der unbehandelten Schale, die übrigbleibt, lässt sich noch einiges machen: als Zusatz für Sirup oder getrocknet für milden Tee.

Man kann den Überschuss an geriebener Zitronenschale auch mit Zucker konservieren, um den Kuchen im nächsten Quartal damit aufzutunen. Limoncello nicht zu vergessen! Einerlei. Auf Konzentrat sollte man gar nicht erst schielen, obwohl das angesichts der verschimmelten Zitronen in unser aller Leben leicht nachvollziehbar ist. Der Geschmack ist um einiges platter. Niedlich ist dieses Zitronenkonzentrat in der Zitronenverpackung , Stichwort: "sprechende Verpackung", das Maggi unter den Sauermachern . Das könnte man fürs Putzen verwenden oder für Dekozwecke.


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