Dem Glück auf die Sprünge geholfen

Der umstrittene Novomatic-Konzern schluckt die Casinos Austria. Rekonstruktion einer feindlichen Übernahme mit dem Staat als Zuschauer

TEXT: JOSEF REDL | Politik | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Herbst 1967. Ein junger Unternehmensberater fährt in seinem Volkswagen von Wien aus durch halb Österreich: Baden, Bad Gastein, Kitzbühel, Salzburg, Velden. Er ist auf der Suche nach geeigneten Standorten für Casinos. Der Mann heißt Leo Wallner. Er ist damals Anfang 30 und wirtschaftlicher Berater von Bundeskanzler Josef Klaus. Im März zuvor war in Wien die Österreichische Spielbanken AG gegründet worden. Deren Gründungsidee und Geschäftszweck war es, sich um die Konzession zur Durchführung von Glücksspiel zu bewerben. Der alte Konzessionsinhaber, die Österreichische Casinos AG, war in einem desolaten Zustand. Das Finanzministerium hatte ausrichten lassen, dass eine weitere Verlängerung der Spielkonzession nicht in Frage kommt. Leo Wallner sollte einen neuen Spielbetrieb auf die Beine stellen und dem Finanzminister höhere Einnahmen verschaffen.

Wallner erfüllte seinen Job. Er trieb finanzkräftige Partner auf, gründete die Casinos Austria (damals Österreichische Spielbanken

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