Der falsche Krieg gegen die Kurden

Die Türkei führt einen Krieg gegen die Feinde des IS und verkauft ihn dem Westen als Krieg gegen den Dschihad

KOMMENTAR: THOMAS SCHMIDINGER | Falter & Meinung | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Es ist keineswegs das erste Mal, dass die Türkei grenzüberschreitende Militärschläge gegen die Guerillakämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans PKK fliegt und dabei auch die Dörfer von Zivilisten in den Kandil-Bergen ins Visier nimmt.

Neu ist, dass die Türkei auch in Syrien offen gegen die kurdischen Volksund Frauenverteidigungseinheiten vorgeht. Neu ist weiters, dass Recep Tayyip Erdoğan den Friedensprozess mit den Kurden offi ziell für beendet erklärt. Damit versinkt die Türkei in einen Bürgerkrieg, der eine Rückkehr in die 1980er-und 90er-Jahre bedeuten könnte.

Bereits damals war die kurdische Frage nicht militärisch zu lösen. Der Guerilla der PKK gelang es nicht, dauerhaft kurdische Gebiete in der Türkei zu erobern und zu halten. Genauso wenig gelang es der türkischen Armee nicht, die PKK zu besiegen und den Zustrom der kurdischen Jugend in die Berge zu den Guerillas zu verhindern.

Im Gegenteil: Je brutaler die Armee gegen kurdische Zivilisten vorging, je mehr Dörfer sie

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