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IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 32/15 vom 05.08.2015

Am 1. Juli wurde Cecil, ein 13-jähriger Löwe und eine Touristenattraktion des Hwange-Nationalparks in Simbabwe, tot aufgefunden. Vergangene Woche hatte eine Naturschutzorganisation einen Verdächtigen im Visier: Walter Palmer, ein Zahnarzt aus dem US-Bundesstaat Minnesota, der in seiner Freizeit offensichtlich davon träumt, Legolas aus "Der Herr der Ringe" zu sein, und gerne mit Pfeil und Bogen jagen geht.

Doch Orks von Hobbits zu unterscheiden war nicht Palmers Stärke. Prompt informierte er in einer Presseaussendung, er hätte nicht gewusst, dass es sich bei dem Löwen um eine Berühmtheit handelte, und sich auf die lokalen Organisatoren der Jagd verlassen. Es täte ihm sehr leid. Unwissenheit schützt vor Shitstorm nicht, lernen wir daraus. So las man auf der Yelp-Seite seiner Zahnarztpraxis: "Brachte meinen Löwen zur Zahnbehandlung und war vom Ergebnis schockiert. Spaß beiseite, ich hoffe, du stirbst schmerzvoll."


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