Mediaforschung Verführungskolumne

Zurück aus der Zukunft: Das Hoverboard ist Wirklichkeit

Medien | Josef Redl | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Seit im zweiten Teil der Filmtrilogie "Zurück in die Zukunft" Marty McFly (Michael J. Fox) das Hoverboard bestiegen hat, ist die Welt um eine Sehnsucht reicher: Ein Skateboard ohne Rollen, das durch eine Art Magnetfeld stets eine Handbreit über dem Boden schwebt. Das Hoverboard ist seit dem Jahr 1989 der Traum einer ganzen Jugendgeneration.

In dem Zeitreisespektakel von Regisseur Robert Zemeckis macht der jugendliche Held bei einem Trip - ausgerechnet! - ins Jahr 2015 Bekanntschaft mit dem Board. Seitdem gab es unzählige mehr oder weniger erfolglose Versuche, ein Hoverboard zu entwickeln. Wie im Film hat es auch in Wirklichkeit bis zum Jahr 2015 gedauert. Der Nobelkarossenhersteller Lexus hat nach eigenen Angaben ein funktionierendes Hoverboard entwickelt. Dazu wurde eigens in Barcelona ein Skatepark errichtet, der mit Magnetschienen durchzogen ist (und nur dort funktioniert das Hoverborad). Skateboarder Ross McGouran durfte sich in einem aufwändig gestalteten Promotion-Video auf dem Board versuchen, das im Gegensatz zum filmischen Brett sogar auf Wasser fährt.

Skeptiker können beruhigt werden. Ludwig Schultz, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Metallische Werkstoffe an der TU Dresden, war an der Entwicklung beteiligt. Auf Nachfrage sagt er: "Das ist kein Fake. Die Entwicklung des supraleitenden Schwebebrettes ist gelungen."

Lexus wird das Hoverboard nicht kommerziell produzieren. Macht nichts, Lexus, wir können warten. Und wenn es noch einmal 25 Jahre dauert.


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