Stilles Wasser

Vor rund einem Jahr hat die Stadt Graz versprochen, den Thalersee als Naherholungsgebiet auf Vordermann zu bringen. Warum ist bislang nichts davon zu bemerken?

Steiermark | Bericht: Maximilian H. Tonsern | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015


Foto: J. J. Kucek

Foto: J. J. Kucek

Entenfedern, Unrat und Schaumnester sammeln sich bei der Anlegestelle des Tretbootsverleihs am Thalersee im Westen von Graz. Eines der Boote, einem Ferrari nachempfunden, nimmt gerade Fahrt auf. Gleich daneben am Ufer steht ein Ruderboot, dessen Bug in den Himmel ragt. Im Boot erinnern Schautafeln an ein für manche historisches Ereignis. Im Jahr 1985 bat Arnold Schwarzenegger die Journalistin Maria Shriver, seine Frau zu werden – in genau diesem Boot auf dem Thalersee. Auf dem neuesten Stand sind die Informationen im „Boot des Versprechens“ allerdings nicht – danach ist Schwarzenegger noch immer mit Shriver verheiratet und nach wie vor Gouverneur.

Im Gegensatz zu Schwarzenegger, der mit Shriver dieser Tage nicht mehr so eng ist, hegt die Stadt Graz große Pläne für das im Winter mehr als im Sommer genützte Ausflugsziel. Vor rund einem Jahr kauft die Grazer Holding die Liegenschaft sowie das dort stehende baufällige Restaurant „Thalersee“ und rettet es vor dem Zugriff privater Investoren. Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) verspricht damals die „Entwicklung des Areals“. Daraufhin passiert ein Jahr lang gar nichts. Erst im März dieses Jahres ist der Thalersee erneut Thema einer Stadtregierungssitzung. Seitdem gibt es eine Arbeitsgruppe, bestehend aus der Holding und dem Gebäude- und Baumanagement Graz, die an Plänen für eine Neugestaltung tüftelt.


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