Kommentar Extremismus

Mohamed Mahmoud: Vom Schreibtischtäter zum Mörder

Falter & Meinung | Thomas Schmidinger | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Mohamed Mahmoud wusste aus seiner Haftstrafe Kapital zu schlagen. In der neosalafistischen Szene wurde aus dem einstigen Würstel aus Rudolfsheim-Fünfhaus erst durch seine Hafterfahrung von 2007 bis 2011 eine große Nummer. Nach seiner Freilassung konnte er sich in Deutschland zum Führer der extremistischen Millatu Ibrahim hocharbeiten und trug wesentlich zur weiteren Fanatisierung der deutschsprachigen Szene bei, die er gemeinsam mit seinem Kumpel Denis Cuspert, der einst als Deso Dogg den Gangsta-Rapper machte, in die Arme des selbsternannten "Islamischen Staates" führte.

In Haft hatte niemand mit dem notorischen Selbstdarsteller gearbeitet. Es gab und gibt in Österreich bis heute keine professionellen Deradikalisierungsprogramme im Gefängnis. Stattdessen glaubte man, es genüge, ihm gelegentlich den islamischen Gefängnisseelsorger vorbeizuschicken.

Wahrscheinlich war man dann froh, ihn nach seiner Freilassung so billig nach Deutschland loszuwerden. Von dort wurde er schließlich


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