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Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Im Reproduktionsbusiness

Wenn es um die Frage geht, wer sich wie, wo, wann und mit welchen Methoden den Kinderwunsch erfüllt, gleitet die Debatte schnell ins Schrille ab. Gegnerinnen der modernen Methoden der Kinderwunschmedizin halten Eltern Egoismus, Selbstverwirklichung oder, besonders böse, vor, das Wunschkind sei für sie ein Accessoire. Befürworterinnen verteidigen die Reproduktionsmedizin mit ihren Methoden von der Pränataldiagnositk (PID) bis zum "Social Egg Freezing" als Errungenschaft des selbstbestimmten Feminismus und sehen in den Kritikern zumeist männliche, katholisch-verkorkste Moralisten.

Für Zwischentöne ist selten Platz. Auf die Suche nach genau diesen hat sich die freie Journalistin Eva Maria Bachinger gemacht, die zuvor für die APA und Österreich gearbeitet hat. Bachinger interessierte sich vor allem für die ökonomischen Auswirkungen dieser inzwischen globalisierten Kinderwunschindustrie. Dafür besuchte sie die, die ihren Körper für - zumeist europäische


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