Krippengeschichte

Stadtleben | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Die erste Kinderkrippe in Wien wurde 1849 vom Arzt Carl Helm gegründet, nur fünf Jahre nach der ersten crèche in Paris. Dennoch blieb wie in ganz Westeuropa die Krippenbetreuung so lange ein Randphänomen, bis sich Frauen einen stabilen Platz im Erwerbsleben erarbeitet hatten. Von 1995 bis 2010 stieg die Betreuungsquote bei den unter Dreijährigen im institutionellen Sektor österreichweit von 4,6 auf 19 Prozent. Seit 2009 ist die Krippenbetreuung der Stadt Wien 249,06 Euro Zuschuss pro Monat wert, nicht nur für städtische, sondern auch private Institutionen. Heute liegt die Betreuungsquote landesweit bei 23, in Wien sogar bei 40,3 Prozent, das sind 10.985 Krippenkinder. Krippe ist zwar für die Eltern leistbar geworden. Die Betreuerinnen hingegen verdienen immer noch unterdurchschnittlich.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige