Recht auf Arbeit für alle und andere kluge Vorschläge

Der britische Ökonom Anthony Atkinson hat sein Forschungswissen aus fünf Jahrzehnten in 15 politische Forderungen gegossen.

Politik | Rezension: Markus Marterbauer | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015

Eine wachsende Zahl von Einkommensmillionären, Großerben und Vermögensmilliardären auf der einen Seite, Massenarbeitslosigkeit, Armut und Abbau des Sozialstaates auf der anderen Seite. In der europäischen Finanzkrise explodiert jene soziale Ungleichheit, die ihren Ursprung in den konservativen Revolutionen von Margaret Thatcher und Ronald Reagan in den 1980er-Jahren hatte.

Wenn schon nicht in der Politik, so ist zumindest in der wissenschaftlichen Forschung eine deutliche Reaktion erkennbar: Analysen der vielfältigen Dimensionen der Ungleichheit und ihrer Ursachen stehen spätestens seit Thomas Pikettys Kapital im 21. Jahrhundert im Mittelpunkt der akademischen Debatte.

Die Grundlagen für die Arbeiten der jungen Forscher um Piketty lieferte in den letzten fünf Jahrzehnten der Brite Tony Atkinson, Jahrgang 1944. In 50 Büchern und hunderten wissenschaftlichen Artikeln hat der Doyen der internationalen Verteilungsökonomie, der eigentlich Mathematiker werden wollte, die vorhandenen


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