"Sie wollen ja gar nicht in euer Land"

Der kurdische Arzt und Schriftsteller Ibrahim Amir über Traiskirchen, seine Heimat Syrien und reaktionäre Flüchtlinge im Theater

Feuilleton | Interview: Matthias Dusini, Stefanie Panzenböck | aus FALTER 33/15 vom 12.08.2015


Flüchtlingslager Traiskirchen: Auch ein Cousin Amirs war hier (Foto: Georg Hochmuth / APA / picturedesk.com)

Flüchtlingslager Traiskirchen: Auch ein Cousin Amirs war hier (Foto: Georg Hochmuth / APA / picturedesk.com)

Der Schriftsteller Ibrahim Amir, ein syrischer Kurde, möchte Hausarzt werden. Er kam zum Studium nach Österreich und macht derzeit in einem Wiener Krankenhaus Turnusdienste, um seine Ausbildung abzuschließen. Für die literarische Arbeit bleibe ihm leider nur wenig Zeit, sagt er.

Für das Stück „Habe die Ehre“ bekam Amir 2013 einen Nestroy. Das Drama erzählt die Geschichte eines Ehrenmords mit den Mitteln der Komödie. Im nächsten Frühjahr wird das Wiener Volkstheater sein neues Stück „Homo Halal“ aufführen, in dem es um reaktionäre Flüchtlinge und politisch korrekte Einheimische geht. Der seit 14 Jahren in Wien lebende Poeta doctus kommt aus dem Nachtdienst in den Volksgarten, um mit dem Falter über das Flüchtlingselend und den Refugee-Hype im zeitgenössischen Theater zu reden.


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